Ärztin führt Videosprechstunde am Laptop durch
Telemedizin
Komplettanleitung 2026
Software-Vergleich

Videosprechstunde in der Arztpraxis einrichten: So funktioniert es wirklich

Schritt-für-Schritt von der Technik bis zur Abrechnung – inklusive dem einen Trick, der Ihnen 45 Minuten pro Sprechtag spart.

Telemedizin & Videosprechstunde
Software • Einrichtung • Abrechnung
Lesezeit: 14 Minuten

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als eine Kollegin aus einer Landarztpraxis in Niederbayern mir sagte: „Meine chronischen Patienten fahren 40 Minuten zu mir – für ein Gespräch, das fünf Minuten dauert." Das war 2021. Heute bietet sie drei Videosprechstunden-Tage pro Woche an, hat 23 Prozent weniger No-Shows und ihre Patientenbewertungen bei Google sind von 3,8 auf 4,7 Sterne gestiegen. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie dasselbe erreichen – ohne technisches Vorwissen und ohne wochenlange Einarbeitung.

Ergänzend zu diesem Leitfaden empfehle ich unseren Artikel zur Digitalisierung der Arztpraxis sowie den Beitrag zur Bürokratie-Reduktion in der Praxis.

Dr. Markus Weber

Telemedizin-Berater & Praxisdigitalisierung • 17. März 2026

1. Warum jede Praxis 2026 eine Videosprechstunde braucht

Lassen Sie mich mit einer Zahl anfangen, die mich selbst überrascht hat: Laut einer Erhebung der KBV nutzten im ersten Quartal 2025 bereits 38 Prozent aller Vertragsärzte Videosprechstunden – Tendenz steigend. In urbanen Regionen liegt der Wert sogar bei über 50 Prozent. Und das hat einen einfachen Grund.

Die Patienten erwarten es. Nicht morgen, nicht irgendwann – jetzt. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass 67 Prozent der unter 45-Jährigen eine Videosprechstunde bevorzugen, wenn es um Nachsorgetermine, Befundbesprechungen oder Rezeptanfragen geht. Bei den über 65-Jährigen sind es immerhin 29 Prozent, und diese Zahl steigt jedes Quartal.

38 %

der Vertragsärzte nutzen Videosprechstunden

67 %

der Patienten unter 45 bevorzugen Video

-23 %

weniger No-Shows bei Videotermin-Praxen

+12 %

mehr Neupatienten durch Online-Angebot

Aber es geht nicht nur um Patientenwünsche. Eine Videosprechstunde ist ein knallharter Wettbewerbsvorteil. Praxen, die Telemedizin anbieten, berichten im Durchschnitt von zwölf Prozent mehr Neupatienten – weil Patienten gezielt nach Ärzten suchen, die Video anbieten. Das bestätigt auch eine Analyse von Jameda: Arztprofile mit dem Vermerk „Videosprechstunde" werden 34 Prozent häufiger angeklickt.

Und dann ist da noch die Wirtschaftlichkeit. Ich rechne Ihnen das kurz vor: Ein durchschnittlicher Kontrolltermin in der Praxis dauert inklusive Wartezeit, Begrüßung und Verabschiedung rund 15 Minuten. Per Video sind es 8 bis 10 Minuten. Bei 15 Videoterminen pro Woche sparen Sie also 75 bis 105 Minuten – fast zwei Stunden, die Sie für komplexere Fälle oder schlicht für einen pünktlichen Feierabend nutzen können.

Aus der Praxis

Dr. Carla Mertens, Allgemeinmedizinerin in Freiburg, hat ihre Videosprechstunde im September 2024 gestartet. Ihre Bilanz nach 18 Monaten: „Meine Nachmittagssprechstunde ist 40 Minuten kürzer, mein Team hat weniger Telefonanrufe und die Patienten sind nachweislich zufriedener. Was mich am meisten überrascht hat: Die älteren Patienten haben sich schneller an das Format gewöhnt als gedacht. Mein MFA-Team schickt ihnen einfach den Link per SMS."

Moderner Arbeitsplatz mit Laptop für Videosprechstunde in einer Arztpraxis
Ein ergonomischer Videosprechstunden-Arbeitsplatz muss keine Raketenwissenschaft sein.

2. Rechtliche Grundlagen: KBV-Vorgaben und Zertifizierung

Bevor Sie loslegen, brauchen Sie Klarheit über die regulatorischen Rahmenbedingungen. Die gute Nachricht: Seit der Lockerung der Telemedizin-Richtlinien durch den G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) im Oktober 2024 dürfen Sie bis zu 30 Prozent Ihrer Behandlungsfälle per Video durchführen – und zwar ohne Antrag und ohne dass eine Erstvorstellung in der Praxis vorausgegangen sein muss (bei bestimmten Indikationen).

Das bedeutet in der Praxis: Wenn Sie 400 Scheine pro Quartal haben, können bis zu 120 davon Videokonsultationen sein. Für die meisten Praxen ist das mehr als genug.

Die 5 Voraussetzungen für eine KBV-konforme Videosprechstunde

1

Zertifizierter Videodienstanbieter

Nur Anbieter mit KBV-Zertifizierung nach Anlage 31b BMV-Ä dürfen verwendet werden. Eine aktuelle Liste finden Sie auf der KBV-Website.

2

Patienteneinwilligung

Der Patient muss vor dem ersten Videotermin in die Nutzung einwilligen – schriftlich oder elektronisch. Ein einmaliger Vorgang pro Patient reicht.

3

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die Verbindung muss durchgehend verschlüsselt sein. Keine Aufzeichnung. Keine Speicherung von Videodaten auf fremden Servern.

4

Dokumentationspflicht

Wie beim Präsenztermin: Jede Videokonsultation muss in der Patientenakte dokumentiert werden, inklusive Dauer und besprochener Inhalte.

5

Technische Mindestanforderungen

Stabile Internetverbindung (min. 10 Mbit/s empfohlen), Kamera, Mikrofon, aktueller Browser oder dedizierte Software.

Was viele Kolleginnen und Kollegen nicht wissen: Die BfArM-Zertifizierung ist nicht dasselbe wie die KBV-Zertifizierung. Es gibt Videodienstanbieter, die als Medizinprodukt zugelassen, aber nicht für die vertragsärztliche Versorgung zertifiziert sind. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Anbieter auf der offiziellen KBV-Liste steht.

„Ich habe den Fehler gemacht, einfach Zoom zu nehmen, weil wir es schon kannten. Erst als eine Patientin sich bei der KV beschwert hat, wurde mir klar, dass das keine Option ist. Seit dem Wechsel auf eine zertifizierte Lösung läuft alles reibungslos – und ich schlafe besser."
– HNO-Arzt aus München, anonym

3. Videosprechstunde einrichten: Ihre 6-Schritte-Anleitung

Jetzt wird es konkret. Ich habe dutzende Praxen bei der Einrichtung begleitet und aus den häufigsten Stolperfallen eine Anleitung destilliert, die tatsächlich funktioniert. Planen Sie insgesamt etwa drei bis vier Stunden ein – verteilt auf zwei Tage.

Schritt 1: Technik-Check: Was haben Sie schon?

30 Min

Prüfen Sie Ihre vorhandene Hardware. In den meisten Fällen reicht Ihr Praxis-PC, sofern er eine Webcam und ein Mikrofon hat. Für bessere Qualität empfehle ich eine externe Webcam (Logitech C920 oder C930e, ca. 70–90 €) und ein Headset mit Mikrofon. Testen Sie Ihre Internetgeschwindigkeit auf speedtest.net – idealerweise haben Sie mindestens 10 Mbit/s im Upload.

Schritt 2: Zertifizierten Videodienstanbieter auswählen

60 Min

Vergleichen Sie mindestens drei Anbieter aus der KBV-Liste. Achten Sie auf: PVS-Integration, Terminbuchung, Warteraum-Funktion, mobile App für Patienten, und natürlich die Kosten. Viele Anbieter bieten kostenlose Testphasen an.

Schritt 3: PVS-Anbindung konfigurieren

45 Min

Idealerweise integriert sich Ihre Videolösung nahtlos in Ihr Praxisverwaltungssystem. So landen Termine automatisch im Kalender und die Dokumentation kann direkt zugeordnet werden. Fragen Sie Ihren PVS-Anbieter nach Schnittstellen (HL7 FHIR oder proprietäre Konnektoren).

Schritt 4: Einwilligungsformulare vorbereiten

20 Min

Erstellen Sie ein kurzes, verständliches Einwilligungsformular für die Videosprechstunde. Vorlagen finden Sie bei Ihrer KV oder Ärztekammer. Am besten digitalisieren Sie das Formular, damit Patienten es vorab per E-Mail oder über Ihr Patientenportal ausfüllen können.

Schritt 5: Team schulen und Testlauf durchführen

90 Min

Lassen Sie Ihre MFA das System zwei bis drei Tage lang intern testen. Simulieren Sie realistische Szenarien: Patient loggt sich nicht ein, Verbindung bricht ab, Patient braucht Hilfe mit der Technik. Definieren Sie klare Zuständigkeiten: Wer schickt den Link? Wer ruft an, wenn der Patient nicht erscheint?

Schritt 6: Pilotphase starten

1 Woche

Beginnen Sie mit fünf bis zehn ausgewählten Patienten pro Woche. Am besten eignen sich: Kontrolltermine bei chronisch Kranken, Befundbesprechungen, Rezeptanfragen und kurze Beratungsgespräche. Sammeln Sie Feedback und passen Sie Ihren Workflow nach zwei Wochen an.

Klingt nach Aufwand? Ist es – am Anfang. Aber eine gut eingerichtete Videosprechstunde amortisiert sich innerhalb von vier bis sechs Wochen. Und wenn Sie die Dokumentation der Videokonsultationen auch noch automatisieren, verdoppeln Sie den Zeitgewinn. Dazu gleich mehr.

4. Software-Vergleich: Die besten Anbieter im Test

Stand März 2026 gibt es über 30 KBV-zertifizierte Videodienstanbieter. Ich habe zehn davon in den letzten 18 Monaten selbst getestet oder von Kolleginnen und Kollegen detaillierte Erfahrungsberichte eingeholt. Hier die wichtigsten im Vergleich.

AnbieterPVS-IntegrationPatienten-AppKI-DokuPreis/MonatBewertung
DocReport
Empfehlung
ab 49 €⭐⭐⭐⭐⭐
Doctolib Video ab 129 €⭐⭐⭐⭐
Doxy.me kostenlos*⭐⭐⭐
Patientus ab 89 €⭐⭐⭐⭐
arztkonsultation.de ab 99 €⭐⭐⭐⭐

* Kostenlose Version mit eingeschränktem Funktionsumfang. PVS = Praxisverwaltungssystem-Integration. KI-Doku = KI-gestützte Dokumentation der Videokonsultation.

Was sofort auffällt: Nur ein Anbieter bietet eine integrierte KI-Dokumentation, die Ihre Videokonsultation automatisch zusammenfasst und in einen strukturierten Arztbrief verwandelt. Das ist kein Nice-to-have – das ist der entscheidende Unterschied zwischen „eine Stunde am Tag sparen" und „zwei Stunden am Tag sparen".

Denken Sie darüber nach: Was nützt die schnellste Videosprechstunde, wenn Sie hinterher trotzdem 10 Minuten pro Patient für die Dokumentation brauchen? Da kommen wir zum nächsten Punkt.

5. Abrechnung: GOP 01450, 01451 und was wirklich geht

Die Abrechnung der Videosprechstunde ist einfacher, als die meisten Kollegen denken. Trotzdem habe ich in Abrechnungsschulungen festgestellt, dass über 60 Prozent der Teilnehmer Umsatz liegen lassen, weil sie die spezifischen Ziffern nicht kennen oder unterschätzen.

GOP 01450
4,33 €

Technikzuschlag Arzt

Für die technische Bereitstellung der Videokonsultation. 4,33 Euro pro Konsultation. Wird zusätzlich zur eigentlichen Behandlungsziffer abgerechnet.

GOP 01451
4,33 €

Technikzuschlag Psychotherapie

Speziell für videotelefonische Psychotherapie. 4,33 Euro. Auch hier: zusätzlich zur Therapie-GOP.

Behandlungsziffern
variabel

Reguläre Leistungen im Video

Nahezu alle Gesprächsleistungen sind per Video abrechenbar: Versichertenpauschale, Chroniker-Zuschlag (03220), Beratungsgespräche und mehr.

Privatpatienten
nach GOÄ

GOÄ-Abrechnung

Für Privatpatienten gelten die regulären GOÄ-Ziffern. Der Steigerungsfaktor kann bei Videokonsultationen allerdings unter Umständen geringer angesetzt werden.

Ein konkretes Rechenbeispiel: Wenn Sie 15 Videokonsultationen pro Woche durchführen und jeweils die GOP 01450 zusätzlich abrechnen, sind das rund 64,95 Euro pro Woche oder etwa 845 Euro im Quartal – nur durch den Technikzuschlag. Rechnen Sie die Zeitersparnis durch kürzere Terminslots hinzu (und damit mehr Patienten pro Tag), kommen schnell 2.000 bis 3.000 Euro pro Quartal zusammen.

Wer seine Abrechnungsoptimierung noch weiter treiben möchte, findet in unserem Detailguide zur KI-gestützten GOÄ- und EBM-Abrechnung noch mehr Potenzial.

Arzt dokumentiert am Computer während einer Videosprechstunde
Die beste Videosprechstunde ist nur halb so viel wert, wenn die Dokumentation danach ewig dauert.

6. KI-Dokumentation: Der unterschätzte Gamechanger

Hier spreche ich aus eigener Erfahrung – und die vieler Kolleginnen und Kollegen, die ich berate. Die Videosprechstunde selbst spart Zeit. Aber die eigentliche Revolution passiert danach: bei der Dokumentation.

Stellen Sie sich vor: Sie beenden ein Videogespräch, und innerhalb von 90 Sekunden liegt ein vollständiger, strukturierter Konsultationsbericht in Ihrer Patientenakte. Anamnese, Befund, Diagnose, Therapieempfehlung, ICD-10-Codes – alles aus dem Gesprächsinhalt extrahiert, medizinisch korrekt formuliert und direkt unterschriftsreif.

Klingt nach Zukunftsmusik? Ist es nicht. DocReport macht genau das. Die KI hört Ihrem Videogespräch zu (DSGVO-konform, alle Daten in der EU, Vertex AI in Frankfurt), erstellt automatisch den Arztbrief und schlägt passende Abrechnungsziffern vor – ob GOÄ, EBM oder TARDOC.

Videosprechstunde + KI-Dokumentation: Der Zeitvergleich

Ohne KI-Dokumentation

  • • Videogespräch: 8-10 Min
  • • Doku danach: 8-12 Min
  • • ICD-Kodierung: 2-3 Min
  • • Abrechnungsziffern: 2-3 Min
  • Gesamt: 20-28 Min/Patient

Mit DocReport-KI

  • • Videogespräch: 8-10 Min
  • • KI-Doku (automatisch): 90 Sek
  • • ICD-Codes (KI-Vorschlag): 15 Sek
  • • Abrechnung (KI-Vorschlag): 15 Sek
  • Gesamt: 10-12 Min/Patient

Bei 15 Videokonsultationen pro Woche: 2,5 bis 4 Stunden Zeitersparnis pro Woche

Und bevor jemand fragt: Nein, die KI ersetzt nicht Ihr medizinisches Urteil. Sie lesen den Bericht gegen, korrigieren bei Bedarf ein Wort – und unterschreiben. So wie Sie es bei einem Bericht tun würden, den ein Assistenzarzt geschrieben hat. Nur dass diese „Assistenz" nie krank ist, nie müde und keine Überstunden sammelt.

Wer mehr über die Spracherkennung hinter solchen Systemen erfahren möchte, findet in unserem Vergleichsartikel zum Thema medizinische Spracherkennung 2026 alle Details.

7. Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

In meiner Beratungstätigkeit sehe ich immer wieder dieselben Fehler. Wenn Sie diese fünf Fallen umgehen, sind Sie der Mehrheit Ihrer Kolleginnen und Kollegen einen großen Schritt voraus.

Fehler: Nicht zertifizierten Anbieter nutzen

Lösung: Prüfen Sie IMMER die KBV-Liste. Zoom, Teams, FaceTime – alles nicht zulässig für die vertragsärztliche Versorgung. Bei Privatpatienten sind die Regeln lockerer, aber ein zertifizierter Anbieter schützt Sie in jedem Fall.

Fehler: Kein separater Raum für Videosprechstunden

Lösung: Stellen Sie sicher, dass Sie einen ruhigen Raum haben, in dem niemand hereinplatzt. Patienten empfinden es als unprofessionell, wenn im Hintergrund MFA telefonieren oder andere Patienten vorbeilaufen.

Fehler: Unzureichende Dokumentation

Lösung: „Das war ja nur ein Videoanruf" – diese Einstellung kann teuer werden. Für die Aufbewahrungspflichten und im Haftungsfall gelten dieselben Regeln wie beim Präsenztermin. Dokumentieren Sie lückenlos.

Fehler: Patienten technisch allein lassen

Lösung: Erstellen Sie eine kurze Anleitung (PDF oder Video), die Sie mit dem Terminlink verschicken. Ihr MFA-Team sollte Patienten bei Problemen telefonisch einweisen können.

Fehler: Dokumentation nach dem Videocall manuell schreiben

Lösung: Das frisst den gesamten Zeitgewinn auf. Nutzen Sie eine KI-gestützte Dokumentation wie DocReport, die das Gespräch automatisch in einen strukturierten Bericht verwandelt.

Videosprechstunde + KI-Dokumentation in einer App

DocReport kombiniert zertifizierte Videosprechstunden mit KI-gestützter Dokumentation, automatischer ICD-10-Kodierung und intelligenten Abrechnungsvorschlägen. 14 Tage kostenlos testen – keine Kreditkarte nötig.

DSGVO-konform • Server in Frankfurt (EU) • Kündigung jederzeit

8. Häufige Fragen (FAQ)

Brauche ich spezielle Hardware für eine Videosprechstunde?

Nein. Ein moderner PC oder Laptop mit Webcam, Mikrofon und stabilem Internet reicht aus. Für bessere Bild- und Tonqualität empfehlen wir eine externe Webcam (ab 70 €) und ein Headset. Ein zweiter Bildschirm ist hilfreich, um die Patientenakte parallel einzusehen.

Darf ich alle Patienten per Video behandeln?

Grundsätzlich dürfen bis zu 30 Prozent Ihrer Behandlungsfälle per Video stattfinden. Für bestimmte Leistungen (z. B. körperliche Untersuchungen, Blutabnahmen) ist ein Präsenztermin natürlich notwendig. Die KBV-Richtlinien definieren, welche Leistungen videosprechstundenfähig sind.

Was kostet eine Videosprechstunden-Software?

Die Kosten variieren stark: von kostenlos (eingeschränkte Funktionen) bis über 200 Euro pro Monat. DocReport bietet Videosprechstunde ab 49 Euro pro Monat – inklusive KI-gestützter Dokumentation, automatischer Kodierung und Abrechnungsvorschlägen.

Wie ist das mit dem Datenschutz bei der Videosprechstunde?

Entscheidend ist die Nutzung eines KBV-zertifizierten Anbieters mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Zusätzlich benötigen Sie die schriftliche Einwilligung des Patienten. Achten Sie darauf, dass die Server in der EU stehen und kein Videoinhalt gespeichert wird.

Wie rechne ich Videosprechstunden mit der KV ab?

Über die GOP 01450 (4,33 € Technikzuschlag) zusätzlich zur regulären Behandlungsziffer. Nahezu alle Gesprächsleistungen sind per Video abrechnungsfähig: Versichertenpauschale, Chronikerzuschlag (EBM 03220), Gesprächsziffern und mehr. Für Privatpatienten gelten die regulären GOÄ-Sätze.

Fazit: Nicht ob, sondern wie

Die Frage ist längst nicht mehr, ob Ihre Praxis eine Videosprechstunde braucht. Die Frage ist, wie schnell Sie sie professionell einrichten – und wie viel ungenutztes Potenzial Sie dabei entdecken.

Mein dringender Rat nach vielen Praxisberatungen: Fangen Sie klein an, aber fangen Sie an. Fünf Videokonsultationen pro Woche reichen für den Anfang. Und kombinieren Sie die Videosprechstunde mit einer KI-gestützten Dokumentation – denn nur dann wird aus einer guten Idee ein echtes Effizienzwunder.

Wenn Sie sich für DocReport interessieren: Sie können die Plattform 14 Tage lang kostenlos testen – ohne Kreditkarte, ohne Risiko. Und wenn Sie vorher noch Fragen haben, schreiben Sie mir gerne über das Kontaktformular.

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