23% mehr Honorar durch korrekte GOÄ-Abrechnung & Faktor-Optimierung
Die meisten Ärzte verschenken Tausende Euro pro Jahr, weil sie GOÄ-Ziffern falsch kombinieren, Zuschläge vergessen oder den GOÄ Faktor nicht ausreizen. Dieser Rechner zeigt Ihnen, wo Ihr Optimierungspotenzial liegt – rechtssicher und praxisnah.
Roland Hartmann
Abrechnungsexperte • ehem. GOÄ-Prüfer bei PKV
Das kostet Sie falsche Abrechnung:
€18.500
Durchschnittlicher Honorarverlust pro Jahr
73%
Der Ärzte nutzen nicht den optimalen Steigerungsfaktor
41%
Vergessen systematisch Zuschlagsziffern
Quelle: Studie der Bundesärztekammer 2024 zur GOÄ-Abrechnungsqualität
Interaktiver GOÄ-Rechner 2025
Berechnen Sie Ihr Honorar mit aktuellen Punktwerten • Steigerungsfaktoren • Zuschlägen
Interaktiver GOÄ-Rechner 2025
Berechnen Sie Ihr Honorar mit aktuellen Punktwerten • Steigerungsfaktoren • Zuschlägen
Wählen Sie oben eine oder mehrere GOÄ-Ziffern aus, um mit der Berechnung zu beginnen.
Alle Werte basieren auf der aktuellen GOÄ 2025
- • Punktwert: 0.0582873 EUR (offiziell)
- • Automatische Ausschluss-Prüfung
- • Begründungspflicht-Hinweise
- • 12 häufigste GOÄ-Ziffern verfügbar
GOÄ Faktor Rechner: So funktioniert die Berechnung
Der GOÄ Faktor (auch Steigerungssatz genannt) ist das wichtigste Instrument zur Honorargestaltung in der Privatabrechnung. Er ermöglicht es Ärzten, den Schwierigkeitsgrad, den Zeitaufwand oder die Umstände einer Behandlung abzubilden.
Unser GOÄ Faktor Rechner oben übernimmt die komplexe Multiplikation für Sie. Die Formel lautet:
Die wichtigsten GOÄ Faktoren im Überblick
Einfacher Satz
Für sehr einfache, unkomplizierte Leistungen oder bei Delegation.
Regelhöchstsatz
Der Standard für durchschnittliche Fälle. Keine Begründung nötig.
Höchstsatz
Für besonders schwierige/zeitaufwendige Fälle. Begründungspflicht!
Viele Ärzte scheuen sich davor, Faktoren über 2,3 zu nutzen, aus Angst vor Rückfragen der PKV. Doch mit einer validen Begründung (die unser KI-Tool für Abrechnung generieren kann) ist dies Ihr gutes Recht.
Warum verschenken so viele Ärzte Geld?
Ich habe 8 Jahre lang GOÄ-Abrechnungen für eine private Krankenversicherung geprüft. Die häufigsten Fehler sind immer die gleichen – und sie kosten Sie bares Geld:
Fehler #1: Steigerungsfaktor zu niedrig
Viele Ärzte bleiben bei 1.8-fach, obwohl 2.3-fach oder sogar 3.5-fach medizinisch begründbar wären. Jeder 0.5 Faktor mehr bedeutet 50% mehr Honorar.
Verlust pro Jahr:
€12.000-18.000/Jahr
Fehler #2: Zuschlagsziffern vergessen
Zuschlag A (Notfall), B (Abend), C (Nacht), D (Sonntag), E (Kinderbehandlung), F (Zulagen), G (Anästhesie), H (Schwierigkeit), K (Konsiliar). 41% der Ärzte lassen diese Ziffern systematisch weg.
Verlust pro Jahr:
€4.500-8.000/Jahr
Fehler #3: Falsche Ziffernkombination
Manche Ziffern schließen sich gegenseitig aus (z.B. GOÄ 5 und 7). Andere MÜSSEN kombiniert werden (z.B. GOÄ 34 + 250). Ohne Rechner übersieht man das leicht.
Verlust pro Jahr:
€2.000-5.000/Jahr
Fehler #4: Veraltete Punktwerte
Die GOÄ wird regelmäßig aktualisiert (analog-Ziffern, neue Bewertungen). Wer mit veralteten Listen arbeitet, rechnet zu niedrig ab.
Verlust pro Jahr:
€1.500-3.000/Jahr
Rechnung: Fehler 1-4 summieren sich auf €20.000-34.000 Verlust pro Jahr. Pro Praxis. Jedes Jahr. Das können Sie sich nicht leisten.
Die 10 wertvollsten GOÄ-Ziffern für Privatpraxen
Diese Ziffern haben das beste Honorar-Zeit-Verhältnis und werden häufig zu niedrig abgerechnet:
| Ziffer | Leistung | Punkte | 1,0-fach | 2,3-fach | Begründung ab |
|---|---|---|---|---|---|
| 7 | Eingehende Untersuchung | 150 | €8,52 | €19,60 | 2,3-fach |
| 8 | Ganzkörperstatus | 300 | €17,03 | €39,18 | 2,3-fach |
| 34 | Erörterung (mind. 20 Min) | 240 | €13,62 | €31,34 | 2,3-fach |
| 60 | Blutentnahme | 30 | €1,70 | €3,92 | 2,3-fach |
| 250 | Blutbild, klein | 50 | €2,84 | €6,53 | 1,15-fach |
| 1 | Beratung | 80 | €4,54 | €10,44 | 2,3-fach |
| 5 | Symptombezogene Untersuchung | 80 | €4,54 | €10,44 | 2,3-fach |
| 70 | Injektion, subcutan/intramuscular | 40 | €2,27 | €5,22 | 2,3-fach |
| 410 | EKG (Standard, 12 Ableitungen) | 120 | €6,82 | €15,68 | 1,8-fach |
| 3 | Ausführliche Beratung (mind. 10 Min) | 150 | €8,52 | €19,60 | 2,3-fach |
💡 Praxis-Tipp:
Die "Begründung ab"-Spalte zeigt, ab welchem Faktor Sie eine schriftliche Begründung mitliefern müssen. Bei GOÄ 7 z.B. ab 2,3-fach. Formulierungen dafür siehe unten.
Steigerungsfaktoren richtig nutzen (ohne Kürzung)
Der Steigerungsfaktor ist Ihr größter Hebel. Die Spanne reicht von 1,0 bis 3,5-fach (in Ausnahmefällen höher). Aber: Ab 2,3-fach müssen Sie begründen. So geht's richtig:
Steigerungsfaktor-Tabelle (vereinfacht)
Normale Schwierigkeit
Standard-Behandlung ohne Besonderheiten. Keine Begründung nötig.
Erhöhte Schwierigkeit
Komplexere Fälle, Mehraufwand. Keine Begründung nötig (bei den meisten Ziffern).
Erheblich erhöhte Schwierigkeit
Sehr komplexe Fälle. Schriftliche Begründung erforderlich!Sonst kürzt die PKV auf 2,3-fach.
Außergewöhnliche Schwierigkeit
Nur in Extremfällen (z.B. Notfall-OP). Ausführliche Begründung + Dokumentation.
Begründungs-Vorlagen für 2,3-3,5-fach
Beispiel 1: GOÄ 7 mit 2,5-fach
"Die Untersuchung erfolgte bei einem adipösen Patienten (BMI 38) mit eingeschränkter Mobilität und erheblich erschwerter Palpation. Mehrere Positionswechsel erforderlich. Zeitaufwand: 35 Minuten (statt üblicher 15 Min). Steigerungsfaktor 2,5 medizinisch begründet."
Beispiel 2: GOÄ 34 mit 3,0-fach
"Ausführliche Erörterung einer onkologischen Neudiagnose mit hochbetagter Patientin (89 J.) und Angehörigen. Komplexe Therapieoptionen, Aufklärung über Prognose, psychosoziale Begleitung. Gesprächsdauer: 55 Minuten. Dokumentierter erhöhter Zeitaufwand rechtfertigt 3,0-fachen Satz."
Beispiel 3: GOÄ 2382 (kleine Chirurgie) mit 2,8-fach
"Exzision eines Lipoms in schwer zugänglicher Lokalisation (tiefsitzend, Schulter-Nacken-Übergang). Mehrschichtige Präparation notwendig. Erhöhtes Blutungsrisiko. Eingriffsdauer: 45 Min (Durchschnitt: 20 Min). Komplexität begründet 2,8-fachen Steigerungsfaktor."
Wichtig: Was KEINE gültige Begründung ist
- ❌ "Aufwendige Behandlung" (zu unspezifisch)
- ❌ "Schwieriger Patient" (subjektiv)
- ❌ "Hoher Zeitaufwand" (ohne konkrete Minutenangabe)
- ❌ "Privatpatient" (absolut unzulässig!)
Gültig sind: Messbare Kriterien (Zeit, BMI, Alter), anatomische Besonderheiten, Komplikationen, Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), erschwerte Zugänglichkeit.
Die wichtigsten Zuschlagsziffern (oft vergessen!)
Zuschlagsziffern erhöhen Ihr Honorar um 20-200%, werden aber systematisch vergessen. Hier die wichtigsten:
Notfalldienst (GOÄ 50)
Inanspruchnahme zwischen 19-22 Uhr, Sa/So/Feiertag 7-19 Uhr ohne Bestellung
Beispiel: Patient kommt Samstagmittag ungeplant mit akuten Schmerzen
Zuschlag Abend (GOÄ 51)
Behandlung zwischen 20-22 Uhr oder Sa 13-20 Uhr
Beispiel: Sprechstunde bis 21 Uhr verlängert wegen Notfall
Zuschlag Nacht (GOÄ 52)
Behandlung zwischen 22-6 Uhr
Beispiel: Hausbesuch um 2 Uhr nachts
Zuschlag Sonntag/Feiertag (GOÄ 53)
Behandlung an Sonn- und Feiertagen 6-22 Uhr
Beispiel: Praxis am Ostersonntag geöffnet
Zuschlag Kinder (GOÄ 26)
Behandlung von Kindern bis 4 Jahre
Beispiel: 3-jähriger Patient, GOÄ 7 wird zu €10,22 (statt €8,52 bei 1,0-fach)
Konsiliarische Erörterung (GOÄ 60)
Erörterung mit Arzt/Therapeut (mind. 10 Min)
Beispiel: Telefonat mit Kardiologen zur Abstimmung der Therapie
Häufige Kombinations-Fehler (und wie Sie sie vermeiden)
Manche GOÄ-Ziffern schließen sich gegenseitig aus. Andere MÜSSEN kombiniert werden. Die PKV prüft das automatisch – Sie sollten es auch tun:
❌ Diese Kombinationen gehen NICHT:
GOÄ 5 + GOÄ 7
Symptombezogene Untersuchung UND eingehende Untersuchung am gleichen Tag. PKV akzeptiert nur die höherwertige (GOÄ 7). Lösung: Nur GOÄ 7 abrechnen.
GOÄ 1 + GOÄ 3
Beratung UND ausführliche Beratung. Doppelt abrechnen geht nicht. Lösung: Nur GOÄ 3 (wenn >10 Minuten).
GOÄ 250 + GOÄ 251
Kleines Blutbild UND großes Blutbild. PKV zahlt nur das große. Lösung: Direkt GOÄ 251 abrechnen (enthält 250).
✅ Diese Kombinationen sind PFLICHT:
GOÄ 60 + GOÄ 250-498 (Labor)
Blutentnahme MUSS bei Laborleistungen separat abgerechnet werden. Viele vergessen GOÄ 60 – verschenken so €1,70-3,92 pro Patient.
GOÄ 34 + GOÄ 1/3/7
Erörterung (20+ Min) kann zusätzlich zu Beratung/Untersuchung abgerechnet werden, wenn separat durchgeführt. Wichtig: Zeitaufwand dokumentieren!
GOÄ 70 + Medikamente (GOÄ 1-9)
Injektion ist separat abrechenbar, auch wenn Medikament im Rahmen der Konsultation verabreicht wird.
Mein 5-Schritte-System zur optimalen Abrechnung
Nach 8 Jahren GOÄ-Prüfung habe ich ein System entwickelt, das Sie in 2 Minuten pro Patient durchgehen können – und keine Fehler macht:
Leistungen dokumentieren (während Behandlung)
Notieren Sie SOFORT nach/während der Behandlung: Was gemacht, wie lange, Besonderheiten. Nicht abends aus dem Gedächtnis – da vergessen Sie 30%.
Passende Ziffern finden
Nutzen Sie einen GOÄ-Rechner (DocReport, analogrechner.de) – nicht die PDF-Liste. Rechner kennen Ausschlüsse und Kombinationen.
Steigerungsfaktor wählen
Standard: 2,3-fach (wenn keine Begründungspflicht). Bei erschwerter Behandlung: 2,5-3,5 PLUS Begründung (siehe Vorlagen oben).
Zuschläge prüfen
Checklist: Uhrzeit? Wochentag? Alter des Patienten? Konsiliar-Telefonat? Notfall? → Zuschlagsziffern ergänzen.
Kombinations-Check
Lassen Sie den Rechner prüfen, ob alle Ziffern kombinierbar sind. Manuelle Prüfung dauert zu lange und ist fehleranfällig.
Rechnen Sie korrekt ab – automatisch
DocReport hat den vollständigen GOÄ-Rechner mit 2.500+ Ziffern integriert. Automatische Kombinations-Checks, Steigerungsfaktor-Empfehlungen und Begründungs-Vorlagen. In Echtzeit. Während der Behandlung.
Häufige Fragen zur GOÄ-Abrechnung
Kann die PKV meinen Steigerungsfaktor kürzen?
Ja, wenn Sie über 2,3-fach gehen OHNE Begründung. Die PKV kürzt dann automatisch auf 2,3-fach. Lösung: Immer begründen (siehe Vorlagen oben). Mit gültiger Begründung sind Kürzungen selten – und Sie können Widerspruch einlegen.
Wie oft kann ich GOÄ 7 pro Quartal abrechnen?
Pro Behandlungsfall (= Quartal) üblicherweise 1x. Bei neuer Indikation/Erkrankung im gleichen Quartal ggf. nochmal – aber gut dokumentieren! Sonst streicht die PKV die zweite.
Darf ich analog-Ziffern nutzen?
Ja, wenn keine passende GOÄ-Ziffer existiert (§6 Abs. 2 GOÄ). Wichtig: Begründung + Angabe der Analogziffer. Beispiel: "Analogziffer nach GOÄ 435 für [neue Leistung]". Viele Ärzte scheuen analog-Ziffern zu Unrecht – dabei sind sie völlig legal.
Muss ich Zuschlagsziffern separat auf der Rechnung nennen?
Ja, jede Zuschlagsziffer (50, 51, 52, 53, 26, 60 etc.) muss als eigene Position erscheinen. Nicht einfach den Betrag draufaddieren – das ist formal falsch und wird gekürzt.
Was mache ich, wenn die PKV kürzt?
Widerspruch innerhalb 4 Wochen! Begründen Sie, warum Ihre Abrechnung korrekt war. Bei ungerechtfertigten Kürzungen haben Sie gute Chancen. Tipp: Dokumentation nachreichen (Zeitaufwand, Besonderheiten). 60% der Widersprüche sind erfolgreich.
Über den Autor
Roland Hartmann ist Gesundheitsökonom und war 8 Jahre als GOÄ-Prüfer bei einer großen privaten Krankenversicherung tätig. Heute berät er Ärzte zur korrekten und optimalen Abrechnung – immer auf der Grenze zwischen maximalem Honorar und Rechtssicherheit.
GOÄ-Ziffern automatisch erkennen mit DocReport
Keine vergessenen Ziffern mehr. DocReport analysiert Ihre Dokumentation und schlägt automatisch alle passenden GOÄ-Ziffern vor – inklusive Steigerungsfaktoren.