
Entlassbrief schreiben 2026: Entlassungsbericht Krankenhaus Muster, Vorlagen & KI-Epikrise
Schluss mit Überstunden am Stationsrechner. Hier ist der komplette Leitfaden für den perfekten Entlassungsbericht – inklusive Vorlage für den vorläufigen Entlassbrief und KI-Abkürzung.
20 Millionen stationäre Fälle pro Jahr allein in Deutschland – und für jeden einzelnen muss ein Entlassbrief geschrieben werden. Viele Assistenzärzte verbringen zwei bis drei Stunden pro Schicht damit, Entlassungsbriefe zu tippen, statt Patienten zu versorgen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie ein Entlassbrief korrekt aufgebaut sein muss, welche Fristen nach § 39 Abs. 1a SGB V gelten, wie Sie Erlöse vor dem Medizinischen Dienst (MD) sichern und warum moderne Kliniken auf KI-gestützte Dokumentation umsteigen.
Dieser Beitrag ergänzt unseren Praxisleitfaden zum Arztbrief schreiben lassen und den Überblick zum KI-Arztbrief-Generator.
DocReport Fachredaktion & Klinisches Medical Board
Klinische Dokumentation & Digitalisierung • Aktualisiert am 28. September 2026
Ein rechtssicherer Entlassbrief (auch Entlassungsbrief oder Entlassungsbericht) verbindet die forensische Dokumentationspflicht nach § 630f BGB mit den verbindlichen Vorgaben des gesetzlichen Entlassmanagements nach § 39 Abs. 1a SGB V.
1. Vorläufiger Entlassbrief (Frist: Entlasstag):
Muss dem Patienten bei Verlassen der Station ausgehändigt werden: Hauptdiagnose (ICD-10), Bundeseinheitlicher Medikationsplan (BMP) mit mind. 3-Tages-Versorgung bzw. E-Rezept, durchgeführte Notfallmaßnahmen, Arbeitsunfähigkeit (eAU) und dringliche Wiedervorstellungstermine.
2. Endgültiger Entlassbericht (Frist: max. 10 Werktage):
Vollständige Epikrise, lückenlose OP- und Histologieberichte, Verlaufs-Laborreihen, MD-sichere Begründung aller CCL-relevanten Nebendiagnosen sowie elektronische Übermittlung via KIM mit QES an den Zuweiser.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist ein Entlassbrief – und warum ist er so wichtig?
Wer einmal Innere, Chirurgie oder Neurologie als Assistenzarzt durchlaufen hat, kennt das Ritual: Der Patient wird entlassen, die Visite war schon vor Stunden, und auf dem Desktop blinken acht offene Word-Dokumente. Jedes davon ein Entlassbrief, der noch geschrieben werden muss.
Der Entlassbrief (auch Entlassungsbericht, Entlassungsbrief oder ärztlicher Entlassungsbericht) ist das zentrale Kommunikationsdokument zwischen Klinik und weiterbehandelndem Arzt. Er fasst den gesamten stationären Aufenthalt zusammen: Diagnosen, durchgeführte Diagnostik, Therapie, Verlauf und – besonders wichtig – konkrete Empfehlungen für die ambulante Weiterbehandlung.
Rechtlich ist die Sache klar: Gemäß § 630f BGB sind Ärzte zur vollständigen Dokumentation verpflichtet. Das Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V schreibt zudem vor, dass Patienten am Entlasstag einen vorläufigen Entlassbrief erhalten müssen – wohlgemerkt am selben Tag. Wer das schon einmal bei acht Entlassungen parallel versucht hat, weiß, wie utopisch sich das anfühlt.
Entlassbrief oder Entlassungsbrief: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe Entlassbrief und Entlassungsbrief (sowie Entlassungsbericht) werden im medizinischen Alltag völlig synonym verwendet. Es gibt keinen fachlichen oder rechtlichen Unterschied. Während Entlassbrief der etablierte Begriff im klinischen Jargon unter Ärzten ist, wird in Gesetzen (wie dem Sozialgesetzbuch § 39 Abs. 1a SGB V zum Entlassmanagement) und in offiziellen DKG-Richtlinien meist vom Entlassungsbrief oder Entlassungsbericht gesprochen.
| Merkmal | Entlassbrief | Entlassungsbrief / -bericht |
|---|---|---|
| Sprachgebrauch | Klinischer Jargon unter Medizinern | Offizielle Fach- und Rechtsterminologie |
| Rechtliche Relevanz | Umgangssprachlich verwendet | Verankert in § 39 Abs. 1a SGB V und § 630f BGB |
| Zuständigkeit | Entlassender Arzt auf Station | Krankenhausträger (Entlassmanagement) |
Der Entlassbrief ist also kein optionales Schriftstück, das man bei Gelegenheit noch erledigt. Er ist ein rechtsrelevantes Dokument, das die Behandlungskontinuität sicherstellt, im Haftungsfall als Beweismittel dient und die Qualität der stationären Behandlung nach außen dokumentiert. Umso problematischer ist, dass genau dieses Dokument im stressigsten Moment des Tages – kurz vor Dienstende, nach zehn Stunden auf Station – geschrieben werden muss.
2. Der korrekte Aufbau: So muss ein Entlassbrief aussehen
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Bundesärztekammer empfehlen eine klare Gliederung. In der Praxis hat sich folgender Aufbau als Standard etabliert – und zwar fachübergreifend, von der Inneren über die Chirurgie bis zur Psychiatrie:
Briefkopf & Adressat
Kliniklogo, Abteilung, Patientenstammdaten (Name, Geburtsdatum, Fallnummer), Adressat (Hausarzt, Facharzt), Aufnahme- und Entlassdatum.
Diagnosen
Haupt- und Nebendiagnosen mit ICD-10-Kodierung. Hauptdiagnose an erster Stelle, Nebendiagnosen nach klinischer Relevanz sortiert.
Anamnese
Vorstellungsgrund, Symptome, relevante Vorerkrankungen, Risikofaktoren. Kurz und prägnant – keine Romane.
Befunde bei Aufnahme
Klinischer Untersuchungsbefund, relevante Laborwerte, apparative Diagnostik (EKG, Röntgen, CT, MRT, Sono).
Therapie & Verlauf
Durchgeführte Maßnahmen (OP-Berichte referenzieren, nicht komplett einfügen), medikamentöse Therapie, Komplikationen, klinischer Verlauf.
Epikrise
Die ärztliche Zusammenfassung: Bewertung des Verlaufs, Interpretation der Befunde, Begründung therapeutischer Entscheidungen. Das Herzstück des Entlassbriefs.
Entlassmedikation
Vollständiger Medikamentenplan mit Wirkstoff, Dosis, Darreichungsform und Einnahmeschema. Änderungen gegenüber der Vormedikation kennzeichnen.
Procedere / Empfehlungen
Konkrete Handlungsempfehlungen: Kontrolltermine, Laborkontrollen, Physiotherapie, Belastungsgrenzen, Arbeitsunfähigkeit.
"Ein guter Entlassbrief beantwortet alle Fragen, die der Hausarzt am nächsten Morgen haben wird – bevor er sie stellen muss."
Klingt nach viel? Ist es auch. Gerade bei komplexen Patienten mit mehreren Nebendiagnosen, Medikamentenumstellungen und interdisziplinären Konsilen kann ein einzelner Entlassbrief schnell zwei bis drei DIN-A4-Seiten füllen. Und dann wartet schon der nächste.
3. Vorlage: Entlassbrief zum Sofort-Nutzen
Damit Sie nicht bei null anfangen müssen, finden Sie hier eine praxiserprobte Vorlage. Sie basiert auf den Empfehlungen der DKG und lässt sich fachübergreifend einsetzen – ob Innere Medizin, Chirurgie oder Neurologie.
Muster-Entlassbrief (Innere Medizin)
[Klinikbriefkopf]
Entlassungsbrief
Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir berichten über Ihren o. g. Patienten, Herrn Max Mustermann, geb. 15.03.1952, der sich vom 12.01.2026 bis zum 18.01.2026 in unserer stationären Behandlung befand.
Diagnosen:
1. Akutes Koronarsyndrom (NSTEMI) (I21.4)
2. Koronare 2-Gefäß-Erkrankung (I25.12)
3. Arterielle Hypertonie (I10.90)
4. Diabetes mellitus Typ 2, diätetisch eingestellt (E11.90)
Anamnese:
Stationäre Aufnahme über die Notaufnahme bei seit dem Vortag bestehender retrosternaler Drucksymptomatik mit Ausstrahlung in den linken Arm. Vorbekannt sind eine arterielle Hypertonie sowie ein Diabetes mellitus Typ 2. Kardiale Vorgeschichte bisher unauffällig.
Befunde:
Aufnahme-EKG: Sinusrhythmus, ST-Senkung V4-V6. Troponin T initial 0,48 ng/ml (Norm <0,014). Echokardiographie: LV-EF 50 %, Hypokinesie posterolateral.
Therapie & Verlauf:
Herzkatheteruntersuchung am Aufnahmetag: 2-Gefäß-KHE mit hochgradiger Stenose des RCX und mittelgradiger Stenose der LAD. PCI mit DES-Implantation RCX. Unkomplizierter Verlauf. Kardiale Rehabilitation empfohlen.
Entlassmedikation:
ASS 100 mg 1-0-0 (dauerhaft)
Ticagrelor 90 mg 1-0-1 (für 12 Monate)
Bisoprolol 5 mg 1-0-0
Ramipril 5 mg 1-0-0
Atorvastatin 80 mg 0-0-1
Pantoprazol 40 mg 1-0-0
Procedere:
Kontrolle bei Ihnen in 1 Woche mit Blutbild und Nierenwerten. Kardiologische Anbindung empfohlen. Ambulante Herzgruppe beantragt. Belastungsergometrie in 6 Wochen. Bitte Ticagrelor auf keinen Fall vorzeitig absetzen (Stentthrombose-Risiko).
Mit kollegialen Grüßen
[Name, Facharztbezeichnung, Station]
Entlassbrief-Vorlage (Word / .docx)
Laden Sie die professionelle Vorlage als editierbare Word-Datei herunter.
Diese Vorlage deckt alle Pflichtbestandteile ab und lässt sich in wenigen Minuten an den konkreten Fall anpassen. In der Realität schreiben die meisten Assistenzärzte allerdings nicht einen Brief, sondern fünf bis zehn pro Schicht. Und genau da entsteht das Problem.
Vorläufiger vs. Endgültiger Entlassbrief: Fristen & Pflichten nach § 39 Abs. 1a SGB V
Der bundesweit verbindliche Rahmenvertrag Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V (geschlossen zwischen DKG, GKV-Spitzenverband und KBV) regelt präzise, welche Unterlagen ein Patient bei Verlassen des Krankenhauses in den Händen halten muss. Kliniken, die diese Fristen versäumen, riskieren Regresse der Krankenkassen und Haftungsprobleme bei Versorgungslücken:
| Kriterium | Vorläufiger Entlassbrief (Kurzentlassbrief) | Endgültiger Entlassungsbericht (Epikrise) |
|---|---|---|
| Ausgabezeitpunkt | Zwingend am Tag der Entlassung (bei Entlassung) | Innerhalb von maximal 10 Werktagen nach Entlassung |
| Empfänger | Dem Patienten direkt ausgehändigt (für Weiterbehandler) | Elektronischer Versand an Hausarzt / Zuweiser (via KIM) |
| Pflichtinhalte | Entlassdiagnose, Zustand bei Entlassung, Medikationsplan (mind. 3 Tage), AU, akute Red Flags | Lückenloser Verlauf, Histologie, Laborreihen, OP-Bericht, MD-relevante Nebendiagnosen, Nachsorgeplan |
| Rechtliche Konsequenz bei Verzug | Verletzung der Sorgfaltspflicht bei Medikationsunterbrechung (§ 630c BGB); Haftung für Folgeschäden | Verzugsschreiben der KV; Beanstandung durch das Qualitätsmanagement; Verzögerung von Anschlussheilbehandlungen |
Muster 2: Vorläufiger Kurzentlassbrief für den Entlasstag (Sofort-Vorlage)
Der vorläufige Entlassbrief muss schnell gehen: Wenn um 10:00 Uhr die Visite endet und um 11:00 Uhr der Krankentransport bereitsteht, darf der Stationsarzt nicht an seitenlangen Texten scheitern. Hier ist das kompakte, rechtssichere Muster für den Kurzentlassbrief am Entlasstag:
Vorläufiger Kurzentlassbrief (Klinik-Muster 2026)
Zur Mitgabe am Entlassungstag für den Hausarzt
STÄDTISCHES KLINIKUM [STADT] • KLINIK FÜR [FACHABTEILUNG]
Station: [Station 4B] • Tel: [0123/4567-890] • KIM: [klinik.station4b@kim.telematik]
VORLÄUFIGER KURZENTLASSUNGSBRIEF
Patient: [Nachname, Vorname], geb. [TT.MM.JJJJ] • Fallnummer: [987654321]
Aufnahme: [TT.MM.JJJJ] • Entlassung: [28. September 2026]
Entlassungsdiagnosen (ICD-10-GM):
1. [z. B. I21.0 - Akuter transmuraler Myokardinfarkt der Vorderwand, gesichert]
2. [z. B. I10.90 - Essenzielle Hypertonie, gesichert]
3. [z. B. N17.9 - Akutes Nierenversagen, Stadium 1 nach KDIGO, vollständig regredient]
Durchgeführte Interventionen / Operationen (OPS):
- [TT.MM.JJJJ]: Herzkatheteruntersuchung mit PCI und Implantation eines DES (Drug-Eluting Stents) in die RIVA (OPS 8-837.k0)
Zustand bei Entlassung:
Patient schmerzfrei, kardiopulmonal kompensiert. Punktionsstelle Leiste/Radialarterie trocken, reizlos, kein Hämatom. Vitalzeichen stabil (RR: 125/80 mmHg, HF: 68/min, SpO2: 98 % Raumluft).
Verbindliche Entlassmedikation (nach BMP):
- ASS 100 mg: 0 - 1 - 0 (Dauertherapie)
- Ticagrelor 90 mg: 1 - 0 - 1 (Duale Plättchenhemmung für 12 Monate, bis [Datum])
- Atorvastatin 80 mg: 0 - 0 - 1
- Ramipril 2,5 mg: 1 - 0 - 0 (Dosissteigerung nach Labor prüfen)
- Pantoprazol 40 mg: 1 - 0 - 0 (Magenschutz)
Dringliche Nachsorgeanweisungen:
1. Hausärztliche Laborkontrolle (Kreatinin, Kalium, Troponin T) binnen 5–7 Werktagen.
2. E-Rezept für Folgemedikation ausgehändigt. Medikamentenvorrat für 3 Tage überbrückt.
3. Arbeitsunfähigkeit (eAU) bis einschließlich [Datum] bescheinigt.
4. Ausführlicher Entlassbericht mit Belastungs-EKG und Echokardiografie folgt via KIM.
Stationsarzt: [Dr. med. Vorname Nachname] • Oberarzt: [Dr. med. Vorname Nachname]
Qualifiziert elektronisch freigegeben via KIM im MIO-Format v1.2.
MD-Sicherheit: Wie der Entlassbrief Klinik-Erlöse vor Kürzungsanträgen schützt
Der Entlassbericht ist nicht nur ein medizinisches Dokument – er ist das primäre Beweismittel im Prüfverfahren des Medizinischen Dienstes (MD). Jährlich streichen Krankenkassen deutschen Kliniken Hunderte Millionen Euro an DRG-Erlösen, weil aufwandswirksame Nebendiagnosen im Entlassbrief zwar im Diagnosenkopf aufgeführt, im Fließtext jedoch nicht belegt wurden.
Die goldene MD-Regel der Deutschen Kodierrichtlinien (DKR D003):
Eine Nebendiagnose darf nur dann kodiert und abgerechnet werden, wenn sie das Patientenmanagement während des Aufenthalts nachweislich beeinflusst hat durch mindestens einen der folgenden Faktoren: therapeutische Maßnahmen, diagnostische Maßnahmen oder erhöhten Betreuungs-, Pflege- oder Überwachungsaufwand.
Akutes Nierenversagen (N17.-)
Wird gestrichen, wenn im Brief nur "Kreatinin bei Aufnahme 1,8 mg/dl" steht. MD-sicher: Dokumentation von Vorwerten, KDIGO-Stadieneinteilung, täglichen Flüssigkeitsbilanzierungen, Pausieren nephrotoxischer Medikamente und regredientem Verlauf.
Hypokaliämie / Hyponatriämie (E87.-)
Wird gestrichen, wenn als Begleitbefund ohne Handlung erwähnt. MD-sicher: Erwähnung der intravenösen Substitution (z. B. 40 mmol Kaliumchlorid über Perfusor) und engmaschiger Kontroll-BGA.
Wie KI-Dokumentation mit DocReport die Erlöse schützt: DocReport AI scannt den gesamten elektronischen Kurvenverlauf (Fieberkurve, Medikationsänderungen, Laborbefunde) und schlägt für jede relevante Nebendiagnose automatisch die passende Begründungsformulierung für die Epikrise vor. So entsteht ein lückenloser, prüfsicherer Bericht ohne Mehraufwand für den Arzt.
4. Die 7 häufigsten Fehler im Entlassungsbericht
Unter Zeitdruck passieren Fehler. Die folgenden sehen wir immer wieder – und manche davon können im schlimmsten Fall haftungsrechtliche Folgen haben:
Fehlende oder falsche ICD-10-Codes
Betrifft die DRG-Abrechnung und kann zu Erlösverlusten für die Klinik führen.
Unvollständige Medikamentenliste
Dosierung vergessen, Einnahmehinweis fehlt, Interaktionsrisiko nicht dokumentiert.
Copy-Paste aus dem Vorbefund
Klassiker: Daten des vorherigen Patienten übernommen. Juristisch eine Katastrophe.
Keine konkreten Empfehlungen im Procedere
„Kontrolle beim Hausarzt" ist keine Empfehlung. Welche Werte? In welchem Intervall?
Brief erst Wochen nach Entlassung
Verstößt gegen § 39 Abs. 1a SGB V und gefährdet die Nachsorgequalität.
Epikrise fehlt oder ist inhaltslos
Ein chronologischer Verlaufsbericht ersetzt keine ärztliche Bewertung und Einordnung.
Unleserlicher Stil oder Abkürzungschaos
Der Hausarzt muss den Brief verstehen. Nicht jeder kennt Ihre klinikinterne Kurzschrift.
Hand aufs Herz: Bei wie vielen dieser Punkte haben Sie kurz geschluckt? Die gute Nachricht ist, dass die meisten dieser Fehler direkte Folgen von Zeitnot sind – und nicht von mangelndem Wissen. Und Zeitnot lässt sich lösen.

5. Warum der Entlassbrief Klinikärzte ausbrennt
Reden wir über das eigentliche Problem: Es geht nicht darum, wie man einen Entlassbrief schreibt. Das lernt man spätestens in der zweiten Woche im PJ. Das Problem ist die schiere Masse.
Eine Normalstation in der Inneren Medizin hat zwischen 20 und 35 Betten. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von fünf bis sechs Tagen werden pro Woche zehn bis fünfzehn Patienten entlassen – inklusive der Wochenend-Entlassungen, deren Briefe dann am Montag auf dem Tisch liegen. In der Chirurgie, wo die Liegezeiten kürzer sind, können es deutlich mehr sein.
Eine ehrliche Rechnung
Das sind wohlgemerkt nur die Entlassbriefe. Dazu kommen Konsil-Anforderungen, Anträge, Verlaufsdokumentation im KIS und jede Menge anderer Papierkram, der mit Medizin erstaunlich wenig zu tun hat. Die Marburger Bund Umfrage bestätigt seit Jahren, dass Ärzte in Kliniken zwischen 30 und 50 Prozent ihrer Arbeitszeit für Dokumentation aufwenden – je nach Fachrichtung und Kliniktyp.
"Ich wollte Medizin machen. Stattdessen schreibe ich Briefe, die keiner der Oberärzte korrigiert, und die der Hausarzt im schlimmsten Fall gar nicht liest. Trotzdem kostet mich jeder einzelne eine halbe Stunde meines Lebens."
Die Folgen sind bekannt: Überstunden ohne Ende, chronische Müdigkeit, Frustration – und irgendwann echtes Burnout. Nicht wenige Assistenzärzte berichten, dass die Dokumentationslast der Hauptgrund für ihren Wechsel in die Niederlassung war. Das ist kein Systemversagen der einzelnen Ärzte. Das ist ein Systemversagen der Kliniksoftware.
6. KI-Entlassbrief: In 2 Minuten statt 30
Jetzt mal konkret: Was wäre, wenn Sie Ihre Stichpunkte aus der Visite einfach ins Handy diktieren – und 60 Sekunden später einen fertigen, korrekt strukturierten Entlassbrief vor sich hätten? Mit ICD-10-Codes, vollständiger Medikamentenliste und nachvollziehbarer Epikrise?
Genau das ermöglicht KI-gestützte medizinische Dokumentation. Anders als klassische Textbausteine oder Spracherkennungssoftware, die nur Ihr Diktat in Text umwandelt, versteht eine spezialisierte medizinische KI den KontextIhrer Eingabe. Sie erkennt, dass "NSTEMI, 2-GE, PCI RCX mit DES" eine vollständige kardiologische Befund-Narrative ergibt – und formuliert den Brief entsprechend.
Ohne KI
Mit KI (DocReport)
Praxisbeispiel: Entlassbrief per Diktat
Sie diktieren nach der Visite:
"Frau Müller, 68 Jahre, Aufnahme wegen Hüft-TEP rechts bei Coxarthrose, OP am 14.01. durch Prof. Schmidt, postop Standardschema Enoxaparin, Physio ab Tag 1, Verlauf regelrecht, Wundheilung reizlos, Entlassung in Anschlussheilbehandlung, Schmerzmedikation Ibuprofen 600 bei Bedarf, Thromboseprophylaxe für 35 Tage, Kontrolle Röntgen Hüfte in 6 Wochen, Fadenzug Tag 12."
DocReport liefert in unter 60 Sekunden:
✓ Vollständiger Entlassbrief mit korrektem Briefkopf-Format
✓ Diagnosen mit ICD-10: M16.1 (Coxarthrose), Z96.64 (Hüft-TEP)
✓ Strukturierter Therapie- und Verlaufsbericht
✓ Medikamentenplan mit Dosierung und Dauer
✓ Procedere mit konkreten Terminen und Empfehlungen
✓ Korrekte Anrede und kollegiale Schlussformel
Ein entscheidender Punkt, der kritischen Kollegen wichtig ist – und das zu Recht: Die KI ersetzt nicht Ihre medizinische Einschätzung. Sie gibt den Inhalt vor: Diagnosen, Therapie, Verlauf. Die KI übernimmt die Textarbeit. Jeder Brief wird von Ihnen gegengelesen und freigegeben. Die Verantwortung – und die finale Entscheidung – bleibt immer bei Ihnen als behandelndem Arzt.
7. Schritt für Schritt: Entlassbrief mit KI erstellen
Sie brauchen keine IT-Abteilung, keine Installation und keine Genehmigung vom Chefarzt. DocReport läuft im Browser – auf Ihrem Stations-PC genauso wie auf dem Handy im Bereitschaftsdienst.
Kostenlos registrieren
14 Tage Testphase, keine Kreditkarte nötig. E-Mail genügt.
Neuen Fall anlegen
Patientenname oder Pseudonym eingeben. Optional: Fachrichtung und Template wählen.
Per Sprache oder Text eingeben
Diktieren Sie Ihre Stichpunkte direkt nach der Visite ins Mikrofon. Alternativ: Kurznotizen eintippen.
KI generiert den Entlassbrief
In unter 60 Sekunden: vollständiger Brief mit Diagnosen, ICD-10, Medikation, Epikrise und Procedere.
Prüfen, anpassen, fertig
Kurz gegenlesen, ggf. Feinheiten anpassen – und kopieren oder als PDF exportieren.
DSGVO-konform & EU-gehostet
Alle Daten werden ausschließlich auf EU-Servern (Vertex AI EU-Multi-Region eu) verarbeitet. Keine Speicherung durch Drittanbieter, keine Weitergabe, vollständig DSGVO-konform. Patientendaten verlassen zu keinem Zeitpunkt die europäische Infrastruktur.
Die meisten Kolleginnen und Kollegen berichten, dass sie nach dem dritten oder vierten Brief ein Gefühl dafür entwickeln, welche Art von Eingabe die besten Ergebnisse liefert. Danach geht es fast wie von selbst: kurz diktieren, gegenlesen, fertig. Die durchschnittliche Zeitersparnis liegt bei über 80 Prozent – bestätigt durch Nutzerfeedback aus über 50 Kliniken im deutschsprachigen Raum.
Entlassungsbericht Krankenhaus Muster: Vollständige Vorlage für Chirurgie & Innere Medizin
Um den formalen Kriterien der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und den Prüfalgorithmen des Medizinischen Dienstes (MD) zu genügen, muss ein stationärer Entlassungsbericht lückenlos strukturiert sein. Das folgende Muster veranschaulicht den geforderten Aufbau für ein operatives Fachgebiet (Allgemein- und Viszeralchirurgie):
Klinik: Klinikum St. Hedwig • Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie
Chefarzt: Prof. Dr. med. [Name] • Stationsarzt: Assistenzarzt Dr. [Name]
Station: 3B (Chirurgie) • Stationäre Aufnahme: [05.10.2026] • Entlassung: [12.10.2026]
Zuweisender Hausarzt: Praxis Dr. med. [Zuweiser], Facharzt für Allgemeinmedizin
PATIENTENDATEN:
Name: [Musterfrau, Erika] • Geb.-Datum: [14.04.1968] • Fall-ID: [9876543210] • KVNR: [Z987654321]
1. ENTLASSUNGSDIAGNOSEN (ICD-10-GM 2026 / DRG-CODIERT):
Hauptdiagnose:
• K80.00 G – Gallenblasenstein mit akuter Cholezystitis, ohne Gallengangsobstruktion
Nebendiagnosen (mit dokumentiertem CCL-Ressourcenverbrauch):
• E11.69 G – Diabetes mellitus Typ 2 mit sonstigen Komplikationen (unter intensivierter perioperativer BZ-Führung)
• I10.90 G – Essenzielle Hypertonie
• N17.9 G – Akutes Nierenversagen Stadium 1 nach KDIGO (postoperativ transient, unter Volumentherapie restituiert)
2. DURCHGEFÜHRTE OPERATIONEN & PROZEDUREN (OPS 2026):
• 5-511.11 – Laparoskopische Cholezystektomie mit intraoperativer Cholangiografie [OP-Datum: 06.10.2026]
• 8-930 – Kontinuierliche elektronische Überwachung von Atmung, Kreislauf und Thermoregulation (Aufwachraum 6h)
3. ANAMNESE & AUFNAHMESTATUS:
Notfallmäßige Zuweisung bei seit 36h bestehenden krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch mit Ausstrahlung in die rechte Schulter, Übelkeit und subfebrilen Temperaturen (38,2 °C). Bei Aufnahme: Abdomen weich, deutliches Murphy-Zeichen positiv. Labor: Leukozytose 14,8 /nl, CRP 78 mg/l, Bilirubin gesamt 1,1 mg/dl. Abdomen-Sonografie: Steingefüllte Gallenblase mit Dreischichtung der Wand (Wanddicke 5,5 mm) und pericholezystischem Flüssigkeitssaum.
4. OPERATIVER VERLAUF & HISTOLOGIE:
Laparoskopische Bergung einer phlegmonös veränderten Gallenblase über Bergebeutel. Intraoperative Gallengangscholangiografie unauffällig ohne Nachweis von Konkrementen im Ductus choledochus. Schnellschnitt / Histopathologie [Befund-Nr. H-2026-4591]: Akut phlegmonöse Cholezystitis bei Cholezystolithiasis, kein Anhalt für Malignität.
5. POSTOPERATIVER STATIONÄRER VERLAUF & EPIKRISE:
Postoperativ unkomplizierter Kostaufbau ab dem 1. postoperativen Tag. Am 2. postoperativen Tag zeigte sich ein transienter Kreatininanstieg auf 1,4 mg/dl (Basis 0,9 mg/dl), welcher auf eine forcierte balancierte Volumentherapie (Sterofundin 2.000 ml/24h) vollständig regredient war (Entlasskreatinin 0,85 mg/dl). Die laparoskopischen Einstichstellen reizlos, Fäden intrakutan resorbierbar. Entlassung erfolgt in gutem Allgemeinzustand und subjektivem Wohlbefinden bei reizlosen Wundverhältnissen.
6. ENTLASSUNGSMEDIKATION (BUNDESEINHEITLICHER MEDIKATIONSPLAN):
1. Metformin 1.000 mg 1-0-1-0 p.o. (wieder angesetzt nach Kreatininkonsolidierung)
2. Ramipril 5 mg 1-0-0-0 p.o.
3. Novaminsulfon (Metamizol) 500 mg bei Bedarf (max. 4x tgl. 1-2 Tbl.) bei Schmerzspitzen
4. Thromboseprophylaxe: Enoxaparin 40 mg s.c. 1x tgl. bis zur vollen Mobilisation (noch 3 Tage)
7. WEITERES PROCEDERE & NACHSORGEEMPFEHLUNGEN (§ 39 SGB V):
• Wundkontrolle und Verbandswechsel durch den Hausarzt am [Datum].
• Nahtmaterial: Intrakutane resorbierbare Fäden (Monocryl), Fadenzug entfällt. Pflasterentfernung nach 48h.
• Laborkontrolle (Kreatinin, Elektrolyte, CRP) in 5 Tagen erbeten.
• Körperliche Schonung mit Hebeverbot > 5 kg für insgesamt 3 Wochen postoperativ.
• Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) bis einschließlich [Datum] ausgestellt.
[Elektronisch qualifiziert signiert (QES) via KIM • Chefarzt & Stationsarzt]
MD-sichere Begründung von Nebendiagnosen: DRG-Erlössicherung & CCL-Relevanz 2026
Der Medizinische Dienst (MD) prüft Krankenhausabrechnungen nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR D003). Die häufigste Ursache für nachträgliche Erlöskürzungen im DRG-System ist das Streichen von komplikations- und komorbiditätssteigernden Nebendiagnosen (CC/PCCL), weil der stationäre Ressourcenverbrauch im Entlassbrief nicht explizit formuliert wurde.
1. Therapeutischer Aufwand
Eine Nebendiagnose (z. B. Hypokaliämie E87.6) gilt nur als kodierfähig, wenn eine spezifische medikamentöse Gabe (z. B. Kalium-Infusion oder orale Substitution) und eine Kontrollblutentnahme dokumentiert sind.
2. Diagnostischer Aufwand
Befundkonsequenzen (z. B. Troponin-Erhöhung I21.A9 oder Niereninsuffizienz N17.9) müssen im Verlauf durch serielle Laborparameter, Konsile oder Bildgebung belegt und im Fließtext der Epikrise gewürdigt werden.
3. Pflegerischer Mehraufwand
Bei Demenz (F03) oder Delir (F05) verlangt der MD den Nachweis von engmaschigen Sturzprophylaxen, Verwirrtheits-Scores (CAM-ICU) oder erhöhtem Beaufsichtigungsaufwand im Pflegeverlaufsbericht.
Praxistipp für die KI-Generierung:
Mit DocReport AI geben Sie im Diktat lediglich ein: „Kreatinin war am Tag 2 bei 1,4, haben 2 Liter Sterofundin infundiert, danach runter auf 0,85.“ Die KI formuliert daraus automatisch die DKR-konforme Epikrise mit ICD-10 N17.9 und belegt den therapeutischen Mehraufwand lückenlos für die MD-Prüfung.
Kurzentlassbrief vs. Endgültiger Entlassungsbericht: Fristenmatrix nach § 39 SGB V
Der Rahmenvertrag Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V unterscheidet strikt zwischen zwei Dokumentationsstufen, die im Stationsalltag nicht verwechselt werden dürfen:
| Kriterium | Vorläufiger Kurzentlassbrief | Endgültiger Entlassungsbericht |
|---|---|---|
| Gesetzliche Frist | Am Tag der Entlassung bei Verlassen der Klinik | Maximal 10 Werktage nach Entlassung |
| Empfänger | Patient direkt (zur Mitnahme) & Fax/KIM an Zuweiser | Weiterbehandelnder Vertragsarzt (via KIM / ePA) |
| Zwingende Mindestinhalte | Hauptdiagnose, Medikationsplan für mind. 3 Tage, akute Warnzeichen, Nachsorgetermine, eAU-Status. | Komplette Anamnese, alle OP- und Histologieberichte, Verlaufs-Laborreihen, Epikrise, sozialmedizinische Beurteilung. |
| Signaturanforderung | Handzeichen / Stationsarzt-Unterschrift ausreichend | Qualifizierte elektronische Signatur (QES via eHBA) Oberarzt/Chefarzt |
8. Häufige Fragen zum Entlassbrief und KI
Wie ist ein Entlassbrief aufgebaut?
Ein Entlassbrief gliedert sich in Briefkopf, Diagnosen (mit ICD-10), Anamnese, Befunde, Therapie & Verlauf, Epikrise, Entlassmedikation und Procedere/Empfehlungen. Diese Struktur folgt den Empfehlungen der DKG und ist fachübergreifend etabliert.
Ist ein vorläufiger Entlassbrief am Entlasstag Pflicht?
Ja. Gemäß § 39 Abs. 1a SGB V muss der Patient am Entlassungstag einen vorläufigen Entlassbrief mit den wichtigsten Informationen (Diagnosen, Medikation, nächste Schritte) erhalten. Der ausführliche Brief folgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen.
Kann eine KI einen medizinisch korrekten Entlassbrief schreiben?
Ja – wenn Sie die medizinischen Inhalte vorgeben. Die KI übernimmt Struktur, Formulierung, ICD-10-Zuordnung und Formatierung. Die medizinische Verantwortung bleibt beim behandelnden Arzt, der den Brief prüft und freigibt.
Ist das DSGVO-konform?
DocReport verarbeitet alle Daten ausschließlich auf EU-Servern (Vertex AI eu). Es erfolgt keine Speicherung durch Dritte, keine Weitergabe und keine Nutzung zu Trainingszwecken. Die Infrastruktur ist ISO-zertifiziert.
Was kostet DocReport für Klinikärzte?
DocReport bietet eine 14-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte. Danach starten Pläne ab 39 € pro Monat. Für Kliniken mit mehreren Nutzern gibt es individuelle Team-Lizenzen.
Funktioniert das auch auf dem Stations-PC ohne Installation?
Ja. DocReport ist eine Web-App, die in jedem modernen Browser läuft – ohne Installation, ohne Admin-Rechte, ohne IT-Abteilung. Auch am Smartphone nutzbar, z. B. für Diktate zwischen Visite und OP.
Fazit: Der Entlassbrief muss kein Zeitfresser bleiben
Entlassbriefe gehören zu den wichtigsten Dokumenten im Krankenhausalltag – und gleichzeitig zu den lästigsten. Sie kosten Assistenzärzten Stunden, die an anderer Stelle dringend gebraucht würden: am Patientenbett, in der Fortbildung oder schlicht im Privatleben.
Dass das nicht so bleiben muss, zeigen Kliniken, die bereits auf KI-gestützte Dokumentation setzen. Nicht als Spielerei, nicht als Pilotprojekt, sondern als festen Bestandteil ihres Stationsalltags. Die Vorteile sind greifbar: schnellere Entlassung, lückenlose Kommunikation mit dem niedergelassenen Bereich, zufriedenere Ärzte.
Und das Beste daran: Sie können es jetzt in fünf Minuten selbst ausprobieren. Ohne Risiko, ohne Verpflichtung, ohne Installation. Einfach kostenlos registrieren und den nächsten Entlassbrief mit KI erstellen. Danach entscheiden Sie selbst, ob Sie jemals wieder manuell tippen wollen.
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Rechtlicher Hinweis & Haftungsausschluss
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