Geriatrische Fachärztin führt ein standardisiertes Assessment mit Barthel-Index und Tinetti-Test durch
Klinische Geriatrie & Reha
OPS 8-550 Komplexbehandlung
Barthel, Tinetti & MMST
EBM 03360 & 03362 Konform

Geriatrisches Assessment Vorlage: Barthel, Tinetti, MMST & OPS 8-550

Schluss mit zeitraubendem Auszählen von Fragebögen und Prüfbeanstandungen durch den Medizinischen Dienst: Wie Akutgeriatrien, Rehakliniken und Hausärzte lückenlose Assessments nach § 630f BGB in 5 Minuten dokumentieren.

Fachärztlich & geriatrisch auditiert• Lesezeit: 20 Minuten (2.300+ Wörter)• Stand: Q4 2026
Auf einen Blick: Geriatrisches Assessment Leitfaden 2026

Das standardisierte geriatrische Assessment nach OPS 8-550 und EBM 03360/03362 erfordert die valide Erhebung von Selbsthilfefähigkeit (Barthel-Index 0–100), Mobilität/Sturzrisiko (Tinetti-Test oder Timed Up & Go) und Kognition (MMST 0–30 oder DemTect). Während das manuelle Ausfüllen und Auswerten der Skalen im Praxis- und Stationsalltag durchschnittlich 35 bis 50 Minuten pro Patient bindet, synthetisiert DocReport AI gesprochene Notizen in unter 30 Sekunden zu einem vollständigen, MD- und KV-geprüften geriatrischen Verlaufsdossier nach § 630f BGB.

1. Der administrative Notstand in der Geriatrie: Skalen-Dschungel und MD-Prüfungen

Geriatrische Patienten sind multimorbide, vulnerabel und bedürfen einer ganzheitlichen medizinischen Betrachtung. Doch statt Zuwendung am Krankenbett verbringen Geriater und Pflegekräfte Stunden damit, handschriftliche Bögen für den Barthel-Index (Hamburger Einstufungsmanual), den Tinetti-Test, den Timed Up & Go (TUG) und den Mini-Mental-Status-Test (MMST) auszufüllen und in das Krankenhausinformationssystem (KIS) abzutippen.

Die wirtschaftliche Bedrohung: Bei der Abrechnung des OPS 8-550 (Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung) steht der Medizinische Dienst (MD) sofort vor der Tür, wenn das Eingangsassessment nicht innerhalb der ersten 72 Stunden nach Aufnahme vollständig vorliegt oder wenn die Diskrepanz zwischen Barthel-Index und funktioneller Pflegegrad-Einstufung nicht plausibilisiert wurde. Ein unvollständig dokumentierter Uhrentest oder ein fehlender Cut-off-Wert beim Tinetti-Score reicht aus, um der Klinik Erlöse von 4.000 € bis 9.000 € pro Fall streitig zu machen.

In Hausarztpraxen wiederum drohen KV-Honorarkürzungen bei den Ziffern EBM 03360 (Basisassessment) und EBM 03362 (Betreuungskomplex), wenn die obligatorischen zwei Funktionsbereiche nicht formal korrekt in der Patientenakte dokumentiert sind.

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Diktieren Sie einfach Ihre Messwerte: „Barthel 55 Punkte, Essen selbstständig, Transfer mit Hilfe, Tinetti 12 Punkte, TUG 24 Sekunden, MMST 21/30“. DocReport AI generiert den fertigen, MD-konformen Befundbericht inkl. grafischer Verlaufsdarstellung.

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2. Die wichtigsten Assessment-Instrumente und Cut-Off-Werte im Vergleich

Für ein rechtssicheres Assessment müssen die wissenschaftlich etablierten Skalen eingesetzt und im Befundbericht explizit mit ihren klinischen Konsequenzen verknüpft werden:

Assessment-VerfahrenZielbereich & SkalierungKlinischer Cut-Off / NormwertDokumentations-Pflicht (§ 630f BGB)
Barthel-Index (Hamburger Manual)Alltagsaktivitäten (ADL), 10 Items, 0 bis 100 Punkte (in 5er Schritten)< 30: Schwerst pflegebedürftig
35–80: Mittelgradig hilfsbedürftig
> 90: Weitgehend selbstständig
Einzelbewertung aller 10 Domänen (Essen, Baden, Waschen, Anziehen, Stuhlkontinenz, Harnkontinenz, Toilettenbenutzung, Transfer, Mobilität, Treppensteigen)
Tinetti-Mobilitätstest (POMA)Gleichgewicht (max. 16 Pkt.) + Gangbild (max. 12 Pkt.) = max. 28 Punkte< 20 Punkte: Erhöhtes Sturzrisiko
< 15 Punkte: Schweres Sturzrisiko (Intervention dringend)
Dokumentation der Unterkategorien (Aufstehversuch, Rumpfstabilität, Drehung um 360°, Schrittsymmetrie)
Timed Up and Go (TUG)Funktionelle Mobilität, Zeitmessung in Sekunden (3m Gehen, Drehen, Hinsetzen)< 10 Sek.: Altersnorm / uneingeschränkt
10–19 Sek.: Leichte Einschränkung
> 20 Sek.: Hohes Sturzrisiko
> 30 Sek.: Ausgeprägte Mobilitätsstörung
Angabe der genauen Sekunden inkl. verwendeter Gehhilfen (z. B. Rollator, Gehstock)
Mini-Mental-State (MMST / MMSE)Kognitives Screening, 30 Fragen/Aufgaben, 0 bis 30 Punkte27–30: Altersentsprechend normal
20–26: Leichte Demenz / MCI
10–19: Mittelschwere Demenz
< 10: Schwere Demenz
Dokumentation von Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit/Rechnen, Erinnern und Sprache
Geriatrische Depressionsskala (GDS-4 / GDS-15)Affektives Screening, Ja/Nein-Selbstbeurteilung (Kurzform 4 oder 15 Fragen)GDS-15 > 5 Punkte: Verdacht auf depressive Episode
GDS-15 > 10 Punkte: Ausgeprägte Depression
Differenzierung zwischen kognitiver Pseudo-Demenz und depressiver Symptomatik

3. Abrechnungs-Gegenüberstellung: OPS 8-550 (Stationär) vs. EBM 03360/03362 (Ambulant)

Je nachdem, ob Sie im stationären Klinikbereich oder in der ambulanten Praxis tätig sind, gelten unterschiedliche Prüfungsmaßstäbe:

KriteriumOPS 8-550 (Stationäre Komplexbehandlung)EBM 03360 / 03362 (Hausärztliches Basisassessment)
Verpflichtende SkalenMindestens 4 Domänen (Selbständigkeit, Kognition, Mobilität, Emotion)Mindestens 2 Domänen (z. B. Barthel + TUG oder Barthel + MMST)
Zeitpunkt der ErhebungEingangsassessment innerhalb 72h + Abschlussassessment vor EntlassungEinmal im Krankheitsfall (in der Regel 1x innerhalb von 4 Quartalen)
Therapeutische DichteMind. 20 Therapieeinheiten à 30 Min. pro Woche (Physio, Ergo, Logopädie)Einleitung von Heil- und Hilfsmitteln gem. Heilmittel-Richtlinie
Honorar / VergütungDRG-Zusatzentgelt / Erlöswert ca. 4.000 € bis 9.200 € je nach VerweildauerEBM 03360: ca. 24,80 € | EBM 03362: ca. 31,50 € pro Quartal
MD / KV PrüffokusWöchentliches Teambesprechungsprotokoll mit ZielanpassungDokumentation der Rohwerte in der KV-Abrechnungsdatei

4. Vollständige Vorlage: Geriatrischer Aufnahme- und Verlaufsbericht (OPS 8-550)

Nutzen Sie dieses auditierte Muster für Ihre klinischen Aufnahme- und Entlassungsberichte:

// KLINISCHER VERLAUFSBERICHT GERIATRISCHES ASSESSMENT (OPS 8-550 / EBM 03360)

// Klinik für Akutgeriatrie & Frührehabilitation | Revisionssicher nach § 630f BGB

1. PATIENTENDATEN & GERIATRISCHE FRÜHREHA-AUFNAHME

Patienten-Chiffre: GER-9042 | Alter: 84 Jahre | Aufnahmedatum: 02.10.2026

Aufnahmegrund: Z.n. proximaler Femurfraktur li. nach häuslichem Sturz, Osteosynthese per Gammanagel am 28.09.2026

Geriatrische Leitsyndrome: Immobilität, Sturzsyndrom, kognitives Defizit bei vaskulärer Enzephalopathie, Frailty

2. EINGANGS-ASSESSMENT (TAG 2 / 03.10.2026)

• Barthel-Index: 35 / 100 Punkten

- Essen: 10 (selbstständig) | Baden: 0 | Waschen: 0 | Ankleiden: 5 (Hilfe nötig) | Stuhlkontinenz: 10 | Harnkontinenz: 5 (gelegentlich inkontinent) | Toilette: 5 | Bett-Rollstuhl-Transfer: 0 (erheblicher Hilfebedarf) | Mobilität: 0 (rollstuhlabhängig) | Treppen: 0

• Timed Up and Go (TUG): Nicht durchführbar aufgrund postoperativer Vollbelastungseinschränkung (Rollstuhl)

• Tinetti-Mobilitätstest: 6 / 28 Punkten (Schwerstgradiges Sturzrisiko, erhebliche Rumpfinstabilität)

• Mini-Mental-State-Examination (MMST): 22 / 30 Punkten (Leichte kognitive Beeinträchtigung, insb. zeitliche Orientierung 3/5 und Rückwärtsrechnen 2/5)

• Geriatrische Depressionsskala (GDS-4): 1 / 4 Punkten (Kein Anhalt für floride depressive Episode)

3. INTERDISZIPLINÄRE BEHANDLUNGSZIELE & THERAPIEPLAN

• Physiotherapie (2x tgl.): Vertikalisierung, Gehschule am hohen Gehwagen, Muskelaufbau gluteal li.

• Ergotherapie (1x tgl.): Wasch- und Anziehtraining (ADL), Transfertraining Bett-Rollstuhl-Toilette.

• Neuropsychologie (3x wöchentlich): Hirnleistungstraining zur Stabilisierung der Aufmerksamkeitsfunktionen.

• Ziel-Barthel bei Entlassung: > 65 Punkte (Erreichen der häuslichen Versorgungsfähigkeit mit Pflegedienst).

4. VERLAUFS-ASSESSMENT BEI ENTLASSUNG (TAG 16 / 17.10.2026)

• Barthel-Index: 70 / 100 Punkten (+35 Punkte Besserung)

- Essen: 10 | Baden: 0 | Waschen: 5 | Ankleiden: 10 | Stuhlkontinenz: 10 | Harnkontinenz: 10 (voll kontinent) | Toilette: 10 | Transfer: 10 (selbstständig) | Mobilität: 10 (sicher am Rollator) | Treppen: 5 (mit Handlauf)

• Timed Up and Go (TUG): 22 Sekunden (mit Rollator; deutliche Mobilisierung)

• Tinetti-Mobilitätstest: 19 / 28 Punkten (Verbesserung um 13 Punkte; mäßiges Sturzrisiko)

• MMST: 24 / 30 Punkten (Stabilisiert nach Delir-Prävention und Rehydratation)

5. PROZEDERE & SOZIALDIENSTLICHE VERSORGUNG

• Entlassung in die eigene Häuslichkeit mit Tochter und ambulantem Pflegedienst (Pflegegrad 3 beantragt).

• Verordnung von Heilmitteln: Krankengymnastik ZNS nach Bobath 10x, Ergotherapie motorisch-funktionell 10x.

➡️ OPS 8-550 MINDESTMERKMALE VOLLSTÄNDIG ERFÜLLT (16 Behandlungstage, 44 Therapieeinheiten dokumentiert).

5. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum geriatrischen Assessment

Q1:Welche Testverfahren sind für das geriatrische Basisassessment (EBM 03360/03362) obligat?

Für die Abrechnung des geriatrischen Basisassessments nach EBM 03360 bzw. des weiterführenden geriatrischen Assessments nach EBM 03362 verlangt die Leistungslegende mindestens zwei der folgenden Funktionsbereiche: 1. Selbsthilfefähigkeit (Barthel-Index oder FIM), 2. Mobilität und Sturzrisiko (Timed Up and Go Test oder Tinetti-Mobilitätstest), 3. Kognition (Mini-Mental-State-Examination [MMSE], DemTect oder Montreal Cognitive Assessment [MoCA]), 4. Emotionale Verfassung / Depression (Geriatrische Depressionsskala [GDS]). Alle Testergebnisse müssen mit Rohwerten und klinischer Bewertung in der Patientenakte nach § 630f BGB dokumentiert sein.

Q2:Welche Kriterien fordert der OPS 8-550 (Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung)?

Der OPS 8-550 erfordert: 1. Eine Behandlungsdauer von mindestens 14 Tagen (8-550.1) bzw. 21 Tagen (8-550.2), 2. Ein standardisiertes geriatrisches Assessment zu Beginn und am Ende der Behandlung in mindestens 4 Bereichen (Selbständigkeit, Kognition, Mobilität, emotionale Verfassung), 3. Wöchentlich mindestens 20 Therapieeinheiten zu je 30 Minuten (oder 10 Stunden Gesamttherapiezeit) durch mindestens zwei verschiedene Therapeutenberufe (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie), 4. Ein geriatrisches Team unter Leitung eines Facharztes mit Zusatzweiterbildung Geriatrie sowie wöchentliche interdisziplinäre Teambesprechungen.

Q3:Wie wird das geriatrische Assessment in der privaten Krankenversicherung nach GOÄ liquidiert?

In der GOÄ existiert keine spezifische 'Geriatrie-Ziffer'. Die Abrechnung erfolgt modular: Ziffer 800 (eingehende neurologische Untersuchung, 2,3-fach = 26,14 €), Ziffer 801/806 (psychiatrische Untersuchung zur Kognition, 2,3-fach = 33,51 €), Ziffer 855–857 (Testverfahren wie MMST oder Uhrentest, je nach Testlänge 2,3-fach = 16,09 € bis 43,72 €), sowie Ziffer 4 (Erhebung einer Fremdanamnese bei Angehörigen, 2,3-fach = 29,49 €). Die GOÄ-Ziffer 34 (Erörterung der Auswirkungen einer lebensverändernden Erkrankung) kann zusätzlich angesetzt werden.

Q4:Wie unterstützt DocReport AI die fehlerfreie Erstellung geriatrischer Assessments?

DocReport AI erfasst gesprochene Untersuchungsdaten und Skalenwerte (z. B. 'Barthel 45, Tinetti 14 Punkte, MMST 22/30') und generiert daraus automatisch eine strukturierte, OPS- und EBM-konforme Falldokumentation. Sämtliche Punktwerte werden validiert, Cut-off-Werte (z. B. Sturzrisiko nach Tinetti < 20 Punkte) automatisch interpretiert und die therapeutischen Konsequenzen für Physio- und Ergotherapie nach Leitlinienstandard formuliert – vollkommen DSGVO-konform ohne Speicherung von PII-Daten.

Rechtlicher & Medizinischer Hinweis: Diese Vorlage und Handreichung richtet sich an medizinisches Fachpersonal und basiert auf den Vorgaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen e.V. (BAG) sowie dem DIMDI/BfArM OPS-Katalog 2026. Sie ersetzt nicht die individuelle ärztliche Begutachtung und Therapiefestlegung. Heilversprechen nach dem HWG sind ausgeschlossen.

DocReport AI arbeitet konform zu Art. 9 DSGVO und § 203 StGB (Berufsgeheimnisträger) mit ISO-27001-zertifizierten Hochsicherheits-Rechenzentren in Frankfurt am Main.

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