
MVZ Software Test 2025: Was in der Realität funktioniert – und was nicht
Ein ehrlicher Erfahrungsbericht: Welche Praxissoftware MVZs wirklich voranbringt – bei Planung, Abrechnung, Controlling und medizinischer Dokumentation – und wo KI-Lösungen wie DocReport ideal ergänzen.
In vielen medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ist die Praxissoftware historisch gewachsen: ein System für KV-Abrechnung, ein weiteres für Dokumente, dazu Excel für Controlling und E-Mail-Ordner für Befunde. Spätestens wenn mehrere Standorte, Teilzeit-Teams und verschiedene Fachrichtungen dazukommen, wird das unübersichtlich.
In diesem MVZ Software Test fasse ich zusammen, was sich in den letzten 12 Monaten in zwei mittelgroßen MVZ (Innere Medizin, Orthopädie, Gynäkologie) bewährt hat – und wie wir klassische Praxissoftware mit KI-Tools für Dokumentation, ICD-10-Kodierung und spezialisierter Praxissoftware für Ergotherapie sinnvoll kombiniert haben.
MVZ-Größe
10–35 Behandler
Zeitersparnis/Tag
90–150 Min
Tools ersetzt
3–5 Silos
Kurzfassung (für MVZ-Leitung & Praxismanager:innen)
- Es gibt nicht DIE eine MVZ Software, sondern ein Set aus Kernsystem + Spezialtools (z. B. für KI-Dokumentation und Auswertung).
- Entscheidend sind Schnittstellen: Wie sauber Daten zwischen Praxissoftware, Dokumentation, Abrechnung und Controlling fließen.
- KI lohnt sich vor allem, wenn Ihr MVZ viele Arztbriefe schreibt und komplexe Fälle (Chroniker, Multimorbide) betreut.
Was eine gute MVZ Software im Alltag können muss
In der Theorie klingen Feature-Listen beeindruckend. In der Praxis zählen wenige Dinge: Wie schnell kommen Patient:innen durch die Anmeldung? Wie reibungslos läuft die Abrechnung? Wie gut lassen sich Standorte und Fachrichtungen steuern?
1. Termin- und Ressourcenplanung
- Mehrere Standorte, Fachrichtungen und Geräte (z. B. Sono, Endoskopie)
- Vertretungsregelungen und Schichten einfach abbildbar
- Online-Buchung ohne Chaos im MVZ-Alltag
2. Abrechnung & KV-Management
- Automatische Plausibilitätsprüfungen und Kassenärztliche Vorgaben
- Unterstützung für GOÄ/EBM, Selektivverträge und BG/UV
- Übersichtliche Statistiken für die MVZ-Leitung
3. Dokumentation & Arztbriefe
- Strukturierte Dokumentation statt freier Fließtexte
- Integration von Spracherkennung und KI (z. B. DocReport)
- Sichere Ablage für Befunde, Bilder und Kurven
4. Controlling & Auswertung
- Auslastung nach Standort, Fachrichtung, Behandler
- Honorarentwicklung und Deckungsbeiträge im Blick
- Export für Steuerberatung und interne Analysen

Wie wir unseren MVZ Software Test aufgebaut haben
Statt nur Prospekte zu vergleichen, haben wir drei Monate lang mit einem klaren Test-Setup gearbeitet: Zwei MVZ, drei Standorte, vier Fachrichtungen, ca. 1200 Scheine pro Monat. Wichtig war uns, dass die Lösungen im laufenden Betrieb bestehen – nicht nur in der Demo.
- Start mit definierten Szenarien (Neupatient, Verlauf, OP-Vorbereitung, Chroniker-Kontrolle)
- Messung von Zeiten für Anmeldung, Dokumentation, Abrechnung
- Bewertung durch Ärzt:innen, MFA, MVZ-Leitung und Controlling
DocReport als Baustein im MVZ-Software-Stack
Unabhängig von Ihrer Kern-Praxissoftware kann DocReport Arztbriefe, Befunde und ICD-10/GOÄ/EBM-Vorschläge für Ihr MVZ übernehmen. Die KI arbeitet auf Basis Ihrer Dokumentation und entlastet Ärzt:innen und MFA, ohne bestehende Systeme zu ersetzen.
Häufige Fragen zum MVZ Software Test
Ab welcher Größe lohnt sich eine spezialisierte MVZ Software?
Spätestens ab mehreren Fachrichtungen und Standorten. Ab ca. 8–10 Behandler:innen und 2 Standorten werden zentrale Terminplanung, Abrechnung und Controlling entscheidend.
Sollte Dokumentation in der MVZ-Software oder in Spezialtools erfolgen?
Die Basis-Dokumentation kann in der Praxissoftware liegen. Für Arztbriefe, Befunde und ICD-10/GOÄ/EBM lohnt sich oft ein spezialisiertes KI-Tool wie DocReport, das flexibel anbindbar ist.
Wie gehe ich bei einem Systemwechsel im MVZ am besten vor?
Mit einem klaren Stufenplan: Pilotstandort definieren, Datenmigration testen, Schulung vorbereiten, parallelen Betrieb zeitlich begrenzen und regelmäßig Feedback von Ärzten und MFA einholen.
Wie wichtig ist KI für ein MVZ wirklich?
Für kleine MVZ mit wenig Dokumentationsaufwand ist KI „nice to have“. Bei hohem Berichtspensum, komplexen Fällen und mehreren Standorten wird KI-Dokumentation schnell zu einem echten Wettbewerbsfaktor.