
ICD-10 Code Suche: So finde ich Diagnosen in Sekunden statt Minuten
Ein praxisnaher Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte, die ICD-10-Codes schneller finden, sauberer kodieren und weniger Zeit mit Suchen verbringen möchten.
Wenn wir ehrlich sind, ist die ICD-10 Code Suche selten der Lieblingsteil unseres Arbeitstages. Gerade am Ende der Sprechstunde fühlt es sich oft wie ein eigenes kleines Projekt an: "Wie war nochmal der genaue Code für diese Diagnose?" – und schon ist man wieder in Listen, PDFs oder Dritt-Webseiten verloren. Parallel warten noch Arztbriefe, Befunddokumentation und Abrechnung.
In diesem Artikel teile ich, wie ich meine Kodierung schrittweise umgestellt habe: weg von der spontanen Googlesuche, hin zu einem klaren System mit Vorlagen, Suchstrategien und – ja – auchKI-Unterstützung in der Medizin. Im Idealfall ist dieDokumentation im Arztbericht so aufgebaut, dass ICD-10-Codes praktisch nebenbei mitlaufen. Ziel: weniger Suchzeit, mehr Honorar, weniger Stress.
Suchzeit/Tag
−20–30 Min
Codes/Tag
15–40
Fehlerquote
deutlich reduziert
Kurzfassung (für Eilige)
- Arbeiten Sie mit Suchstrategien (Symptom → Diagnose, Diagnose → Differenzialdiagnosen) statt mit Zufalls-Google.
- Nutzen Sie feste Favoritenlisten für Ihre Top-50-Diagnosen.
- Kombinieren Sie Text und KI: Aus dem Befundtext lassen sich passende ICD-10-Codes vorschlagen – Sie entscheiden dann nur noch.
Wie ich ICD-10 Codes heute wirklich suche
Früher war meine Strategie: schnell „ICD-10 Rückenschmerzen“ googeln und auf irgendeiner Seite landen. Das funktioniert im Einzelfall – ist aber weder schnell noch konsistent. Heute gehe ich wesentlich systematischer vor.
1. Favoriten für häufige Diagnosen
- Top-50-Diagnosen Ihrer Praxis als Liste (z. B. Rückenschmerz, Hypertonie, Infekte)
- ICD-10-Codes einmal sauber recherchieren
- Liste im Team teilen und regelmäßig aktualisieren
2. Symptom-zu-Diagnose-Suche
- Mit Symptombeschreibung starten (z. B. „Lumbalgie“ statt „Rückenschmerzen“)
- Medizinische Fachbegriffe nutzen (ICD-10 ist formal, nicht alltagssprachlich)
- Differenzialdiagnosen direkt mitprüfen
3. Textbasierte Vorschläge mit KI
- Befund/Arztbericht analysieren lassen
- Vorgeschlagene ICD-10-Codes prüfen und anpassen
- Dokumentation und Kodierung werden konsistenter
4. Kontext beachten
- Primär- vs. Sekundärdiagnosen klar trennen
- Komorbiditäten konsequent erfassen
- Für Chroniker konsistente Codierung im Verlauf nutzen

Typische ICD-10 Code Such-Beispiele aus dem Alltag
Drei Situationen, in denen ich früher besonders viel Zeit verloren habe – und wie ich sie heute löse. Wenn Sie speziell mit depressiven Erkrankungen arbeiten, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf unseren Artikel zu ICD-10-Codes bei Depression (F32/F33/F34).
Beispiel 1: Rückenschmerzen
Statt allgemein „Rückenschmerzen“ zu googeln, starte ich mit:
- Lumbalgie ohne Ausstrahlung → M54.5
- Ischialgie mit Ausstrahlung ins Bein → M54.3
- Chronischer Rückenschmerz → Kombination mit G89.- prüfen
Wichtig: Der Kontext entscheidet. Ist es eine akute Episode? Besteht eine bekannte Grunderkrankung? Das beeinflusst die Kodierung.
Beispiel 2: Infekte der oberen Atemwege
- Nicht näher bezeichneter Infekt der oberen Atemwege → J06.9
- Akute Tonsillitis → J03.-
- Akute Sinusitis → J01.-
Hier hilft es, direkt nach „akute Sinusitis ICD-10“ zu suchen statt nach „Schnupfen und Kopfschmerzen“.
ICD-10 Code Suche direkt aus dem Arztbericht heraus
In DocReport müssen Sie nicht mehr nebenher suchen. Die KI analysiert Ihre Dokumentation, schlägt passende ICD-10-Codes vor und bietet dazu direkt GOÄ/EBM-Vorschläge – für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Besonders spannend für Praxen mit vielen Chronikern, Schmerzpatienten oder komplexen Multimorbiditäten.
Häufige Fragen zur ICD-10 Code Suche
Wie finde ich den richtigen ICD-10 Code am schnellsten?
Mit einer Kombination aus Favoritenliste, fachlicher Begriffswahl und textbasierter Vorschlagsfunktion. Wichtiger als Geschwindigkeit ist dabei Konsistenz.
Ist es erlaubt, KI für ICD-10 Vorschläge zu nutzen?
Ja, solange Sie die Vorschläge prüfen und verantworten. Die finale medizinische Entscheidung liegt immer beim Arzt.
Brauche ich trotzdem noch offizielle ICD-10-GM-Verzeichnisse?
Ja. Digitale Tools und KI sind Hilfen, ersetzen aber nicht das offizielle Regelwerk. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.
Lohnt sich der Aufwand, Kodierung zu verbessern?
In der Regel ja: korrekte und vollständige Kodierung verbessert Erlöse, Transparenz und Verlaufskontrolle – bei nur wenigen Minuten Mehrinvest pro Tag.